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Wundversorgung

Wundversorgung bezeichnet die fachgerechte Behandlung und Pflege von Wunden mit dem Ziel, die Heilung zu fördern, Schmerzen zu lindern und Infektionen zu vermeiden. In der außerklinischen Intensivpflege ist sie ein wichtiger Bestandteil der Behandlungspflege, denn intensivpflegebedürftige Menschen haben aus verschiedenen Gründen häufiger mit Wunden zu tun.

Welche Wunden kommen in der Intensivpflege vor? Dazu gehören die Haut rund um das Tracheostoma und die PEG-Sonde, die Eintrittsstellen von Kathetern und Zugängen sowie chronische Wunden – allen voran das Druckgeschwür (Dekubitus), das bei Bettlägerigkeit entstehen kann. Auch operative Wunden oder kleinere Hautverletzungen können eine fachgerechte Versorgung erfordern.

Worauf kommt es bei guter Wundversorgung an? Grundlage ist sauberes, hygienisches Arbeiten, um Keime von der Wunde fernzuhalten. Hinzu kommen die Auswahl geeigneter, auf die Wundphase abgestimmter Verbände und Wundauflagen, die regelmäßige Kontrolle und Dokumentation des Heilungsverlaufs sowie – ganz wichtig – die Behandlung der Ursachen. Bei einem Dekubitus zum Beispiel ist die konsequente Druckentlastung entscheidend, denn ohne sie kann die Wunde nicht abheilen. Auch eine gute, eiweißreiche Ernährung unterstützt die Wundheilung.

Wie wird mit komplizierten Wunden umgegangen? Bei chronischen oder schlecht heilenden Wunden kommt häufig ein modernes, phasengerechtes Wundmanagement zum Einsatz, das bei Bedarf von speziell ausgebildeten Wundexperten begleitet wird. Wichtig sind außerdem ein möglichst schmerzarmes Vorgehen beim Verbandwechsel und die aufmerksame Beobachtung auf Infektionszeichen wie Rötung, Schwellung, Überwärmung, vermehrte Absonderung oder einen unangenehmen Geruch. Solche Zeichen werden rasch gemeldet und ärztlich abgeklärt. Die Wundversorgung verbindet damit handwerkliches Können, Hygiene, Beobachtung und das Behandeln der Ursachen. Eine sorgfältige Wundversorgung trägt nicht nur zur Heilung bei, sondern verbessert auch unmittelbar das Wohlbefinden und beugt schwerwiegenden Komplikationen vor.

Siehe auch: Dekubitus und Dekubitusprophylaxe, Hygiene und Händedesinfektion, Tracheostoma