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Tracheostoma

Das Tracheostoma ist eine künstlich geschaffene Öffnung am vorderen Hals, die einen direkten Zugang zur Luftröhre (Trachea) herstellt. Durch diese Öffnung wird die Trachealkanüle eingesetzt, über die der Mensch beatmet und abgesaugt werden kann. Angelegt wird das Tracheostoma in einem operativen Eingriff, der Tracheotomie.

Wann ist ein Tracheostoma nötig? Es wird angelegt, wenn ein Mensch dauerhaft oder über längere Zeit invasiv beatmet werden muss, wenn die oberen Atemwege dauerhaft umgangen werden müssen oder wenn häufig und gründlich abgesaugt werden muss, etwa bei stark geschwächtem Hustenstoß. Gegenüber einer langfristigen Beatmung über einen Tubus durch den Mund ist das Tracheostoma auf Dauer schonender und komfortabler.

Warum braucht das Tracheostoma besondere Pflege? Die Haut und das Gewebe rund um die Öffnung sind empfindlich und ständig der Feuchtigkeit, dem Sekret und dem Druck der Kanüle ausgesetzt. Ohne sorgfältige Pflege drohen Entzündungen, Hautreizungen, Druckstellen und Infektionen. Zur Versorgung gehören die regelmäßige, hygienische Reinigung der Stoma-Umgebung, das Wechseln der Kompressen, die Beobachtung auf Rötungen oder Wundsein sowie ein behutsamer Umgang beim Kanülenwechsel. Eine gute Atemluftbefeuchtung schützt zusätzlich die Schleimhäute.

Was passiert, wenn das Tracheostoma nicht mehr gebraucht wird? Wird die Trachealkanüle dauerhaft entfernt, weil der Mensch wieder sicher selbst atmen, schlucken und abhusten kann (Dekanülierung), verschließt sich das Tracheostoma in der Regel von selbst und heilt zu; gelegentlich ist ein kleiner Eingriff nötig. Das Tracheostoma ist also nicht zwangsläufig dauerhaft – ob es bestehen bleiben muss, wird im Rahmen der Potenzialerhebung regelmäßig mitbeurteilt. In der außerklinischen Intensivpflege ist die fachgerechte Versorgung von Stoma und Kanüle eine der zentralen und sicherheitsrelevanten Aufgaben.

Für Angehörige ist die tägliche Beobachtung der Stoma-Umgebung wichtig: Rötungen, Wundsein, Schwellungen oder ein veränderter Geruch sollten der Pflegekraft gemeldet werden, da sie auf eine beginnende Entzündung hinweisen können. Eine sorgfältige, hygienische Pflege und eine gute Atemluftbefeuchtung schützen Haut und Schleimhäute. Gut zu wissen: Das Tracheostoma ist nicht zwangsläufig dauerhaft – ob es bestehen bleiben muss, wird im Rahmen der Potenzialerhebung regelmäßig mitbeurteilt.

Siehe auch: Tracheotomie, Trachealkanüle, Invasive Beatmung, Wundversorgung