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Schädel-Hirn-Trauma

Ein Schädel-Hirn-Trauma (SHT) ist eine Verletzung des Gehirns infolge einer äußeren Gewalteinwirkung – etwa durch einen Sturz, einen Verkehrsunfall, einen Schlag oder einen Aufprall. Die Schwere eines SHT reicht von einer leichten Gehirnerschütterung, die folgenlos ausheilt, bis zu schwersten Hirnschädigungen mit langanhaltender Bewusstlosigkeit und bleibenden Folgen.

Welche Folgen kann ein SHT haben? Das hängt stark davon ab, welche Hirnregionen betroffen sind und wie ausgeprägt die Schädigung ist. Mögliche Folgen sind Lähmungen, Schluckstörungen, Sprach- und Sprechstörungen, kognitive Beeinträchtigungen (etwa von Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Konzentration), Verhaltensänderungen sowie Bewusstseinsstörungen bis hin zum Wachkoma. Auch Epilepsie kann als Folge auftreten.

Wann besteht ein intensivpflegerischer Bedarf? Nach einem schweren SHT kann ein hoher, oft langfristiger Pflege- und Überwachungsbedarf bestehen. Dazu kann eine maschinelle Beatmung gehören, die Versorgung über eine Trachealkanüle, eine Ernährung über eine Sonde sowie eine engmaschige Überwachung der Vitalfunktionen und des Bewusstseins. Die Versorgung muss dabei flexibel auf Veränderungen reagieren.

Worauf richtet sich die Versorgung aus? Häufig steht – neben der Sicherung der Stabilität – die Förderung und Rehabilitation im Vordergrund, denn auch nach schweren Verläufen sind Fortschritte möglich, und das Gehirn verfügt über eine gewisse Fähigkeit zur Erholung und Reorganisation. Therapien wie Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie, fördernde Ansätze wie die basale Stimulation, eine konsequente Prophylaxe von Folgeschäden sowie eine geduldige, ermutigende Begleitung sind deshalb zentral. Der Verlauf ist oft langwierig und schwer vorherzusagen, was für Betroffene und Angehörige eine große Herausforderung darstellt. Die außerklinische Intensivpflege begleitet beide einfühlsam auf diesem Weg, schafft Stabilität im Alltag und unterstützt jeden möglichen Schritt in Richtung mehr Selbstständigkeit und Teilhabe.

Siehe auch: Wachkoma (Apallisches Syndrom), Vitalfunktionen / Vitalparameter, Locked-In-Syndrom