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Respiratorische Insuffizienz

Respiratorische Insuffizienz bedeutet, dass die Atmung ihre Aufgabe nicht mehr ausreichend erfüllt – der Körper kann entweder nicht genug Sauerstoff aufnehmen oder nicht genug Kohlendioxid abatmen, häufig auch beides zugleich. Sie ist einer der häufigsten Gründe für eine Sauerstofftherapie oder eine Beatmung und liegt vielen Krankheitsbildern in der Intensivpflege zugrunde.

Welche Formen gibt es? Man unterscheidet nach dem Verlauf eine akute respiratorische Insuffizienz, die plötzlich auftritt – etwa bei einer schweren Lungenentzündung oder einem akuten Lungenversagen –, von einer chronischen respiratorischen Insuffizienz, die sich langsam über Monate oder Jahre entwickelt, beispielsweise bei fortgeschrittener COPD oder bei neuromuskulären Erkrankungen. Fachlich wird außerdem zwischen einer Störung der Sauerstoffaufnahme und einer Störung der Atempumpe (mit Anstieg des Kohlendioxids) unterschieden.

Wie entsteht eine respiratorische Insuffizienz? Die Ursachen lassen sich grob zwei Bereichen zuordnen: Entweder ist die Lunge selbst erkrankt und kann den Gasaustausch nicht mehr leisten, oder die „Atempumpe“ – also die Atemmuskulatur und ihre Steuerung – ist erschöpft oder geschädigt, etwa bei neuromuskulären Erkrankungen oder hohen Querschnittlähmungen. Auch eine Kombination beider Mechanismen ist möglich.

Wie wird sie behandelt und überwacht? Je nach Ursache und Ausprägung reicht die Behandlung von zusätzlicher Sauerstoffgabe über die nicht-invasive Beatmung (NIV) bis zur invasiven Beatmung. In der außerklinischen Intensivpflege wird die respiratorische Insuffizienz durch eine kontinuierliche Überwachung von Sauerstoffsättigung und Kohlendioxid engmaschig im Blick behalten, ergänzt durch gelegentliche Blutgasanalysen. So lassen sich Verschlechterungen früh erkennen und gegensteuern. Ziel ist es, den Gasaustausch zu stabilisieren, Beschwerden wie Atemnot zu lindern und – wo möglich – die zugrunde liegende Erkrankung zu behandeln und die Atemfunktion zu verbessern.

Für Betroffene und Angehörige ist beruhigend zu wissen, dass die respiratorische Insuffizienz in der Intensivpflege engmaschig überwacht wird, sodass Verschlechterungen früh auffallen. Je nach Ursache und Schwere reicht die Unterstützung von zusätzlichem Sauerstoff über die nicht-invasive Beatmung bis zur invasiven Beatmung. Ziel ist immer, den Gasaustausch zu stabilisieren, die belastende Atemnot zu lindern und – wo möglich – die zugrunde liegende Erkrankung zu behandeln und die Atemfunktion zu verbessern.

Siehe auch: Beatmung (maschinelle Beatmung), NIV (nicht-invasive Beatmung), Hyperkapnie und Hypoxie, Sauerstofftherapie