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Pneumonieprophylaxe

Die Pneumonieprophylaxe umfasst alle pflegerischen Maßnahmen, die einer Lungenentzündung (Pneumonie) vorbeugen. Sie hat in der außerklinischen Intensivpflege einen besonders hohen Stellenwert, weil beatmete, bettlägerige und geschwächte Menschen ein deutlich erhöhtes Risiko haben, an einer Pneumonie zu erkranken – einer Komplikation, die für sie gefährlich werden kann.

Warum ist das Pneumonierisiko erhöht? Wer flach atmet, sich wenig bewegt, schlecht abhusten kann oder beatmet wird, belüftet die Lunge nicht mehr vollständig; Sekret staut sich, und Keime können sich leichter vermehren. Auch die Aspiration von Speichel oder Nahrung ist eine häufige Ursache. Genau an diesen Risikofaktoren setzt die Pneumonieprophylaxe an.

Welche Maßnahmen gehören dazu? Wirksam ist ein ganzes Bündel ineinandergreifender Maßnahmen: regelmäßige Atemtherapie und Atemübungen, die die Lunge vollständig belüften und das Sekret lösen; häufige Mobilisation und Lagerungswechsel; eine atemunterstützende Positionierung; eine sorgfältige und regelmäßige Mundpflege, die die Keimbesiedlung im Mund verringert; ein gutes Sekretmanagement mit rechtzeitigem Absaugen; sowie die Vermeidung von Aspiration durch angepasste Kostformen und eine aufrechte Lagerung beim Essen. Auch konsequente Hygiene und das Vermeiden von Infektquellen tragen dazu bei.

Wie hängt die Pneumonieprophylaxe mit anderen Prophylaxen zusammen? Sie überschneidet sich eng mit der Atelektasenprophylaxe und profitiert von Mobilisation und Lagerung, die zugleich der Dekubitusprophylaxe dienen. Viele Maßnahmen wirken also gleich mehrfach vorbeugend. Konsequent und regelmäßig umgesetzt, senkt die Pneumonieprophylaxe das Risiko schwerer Atemwegsinfekte erheblich. Sie ist damit ein zentraler Bestandteil sicherer Beatmungspflege. Die Pflegefachkräfte beobachten zugleich auf Warnzeichen einer beginnenden Pneumonie – wie Fieber, vermehrtes oder verfärbtes Sekret und eine sinkende Sauerstoffsättigung –, sodass im Ernstfall früh reagiert werden kann.

Siehe auch: Atemtherapie, Sekretmanagement, Lagerung (Positionierung), Aspiration