Lagerung – auch Positionierung genannt – bezeichnet das gezielte und regelmäßige Verändern der Körperposition im Bett, im Stuhl oder im Rollstuhl. Was auf den ersten Blick einfach wirkt, ist in der Intensivpflege eine durchdachte, planvolle Maßnahme mit gleich mehreren wichtigen Funktionen.
Welche Ziele verfolgt die Lagerung? Sie entlastet die Haut und beugt damit Druckstellen (Dekubitus) vor, indem der Druck regelmäßig von gefährdeten Körperstellen genommen wird. Sie unterstützt die Atmung und die Belüftung verschiedener Lungenabschnitte und kann so der Bildung von Atelektasen und Lungenentzündungen vorbeugen. Sie fördert das Lösen und Abfließen von Sekret, unterstützt die Durchblutung, beugt Kontrakturen vor und kann Schmerzen und Verspannungen lindern.
Welche Lagerungstechniken gibt es? Je nach Ziel kommen unterschiedliche Positionen zum Einsatz – etwa Seitenlagerungen (auch in schräger Form), die Oberkörperhochlagerung zur Erleichterung der Atmung, atemstimulierende oder atemunterstützende Positionen sowie spezielle Lagerungen zur Druckentlastung bestimmter Körperstellen. Bei beatmeten Menschen ist außerdem eine aufrechte Lagerung beim und nach dem Essen wichtig, um Aspirationen zu vermeiden.
Wie wird die Lagerung gestaltet? Wie oft und in welcher Form umgelagert wird, richtet sich nach dem individuellen Risiko und Bedarf – das Spektrum reicht von häufigen kleinen Positionswechseln bis zu größeren Umlagerungen in festgelegten Abständen. Wichtig ist, dass die Lagerung schonend, sicher und für den Menschen möglichst angenehm erfolgt und dass dabei Schläuche, Kanüle, Sonden und Katheter nicht verrutschen oder unter Zug geraten. Lagerungshilfsmittel wie Kissen, Rollen und spezielle Matratzen unterstützen die richtige Positionierung. Die Lagerung gehört damit zu den grundlegenden und zugleich wirkungsvollsten pflegerischen Maßnahmen und vereint Dekubitusprophylaxe, Pneumonieprophylaxe und Kontrakturprophylaxe in einem durchdachten Konzept.
Beim Lagern wird sorgfältig darauf geachtet, dass Schläuche, Trachealkanüle, Sonden und Katheter nicht verrutschen oder unter Zug geraten. Lagerungshilfsmittel wie Kissen, Rollen und spezielle Matratzen unterstützen die richtige Positionierung und den Komfort. Für Angehörige, die beim Lagern helfen möchten, sind eine gute Anleitung und rückenschonende Techniken wichtig. Eine durchdachte Lagerung vereint Dekubitus-, Pneumonie- und Kontrakturprophylaxe und gehört damit zu den grundlegenden und zugleich wirkungsvollsten pflegerischen Maßnahmen.
Siehe auch: Dekubitus und Dekubitusprophylaxe, Mobilisation, Pneumonieprophylaxe