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Intensivpflege (ambulant / außerklinisch)

Intensivpflege ist eine hochspezialisierte Form der Kranken- und Behandlungspflege für schwerstkranke Menschen mit lebensbedrohlichen Krankheitsbildern. Ursprünglich ist sie auf den Intensivstationen der Krankenhäuser angesiedelt. Heute ist sie dank moderner, transportabler Medizintechnik auch außerhalb der Klinik möglich – dann spricht man von ambulanter oder außerklinischer Intensivpflege.

Was macht Intensivpflege aus? Kennzeichnend ist die enge, kontinuierliche Überwachung der Vitalfunktionen wie Atmung, Kreislauf und Bewusstsein, der sichere Umgang mit komplexer Technik wie Beatmungsgeräten, Absauggeräten und Überwachungsmonitoren sowie die Fähigkeit, in einem Notfall sofort und routiniert fachgerecht zu handeln. Diese Kombination aus Fachwissen, Aufmerksamkeit und ständiger Einsatzbereitschaft unterscheidet die Intensivpflege deutlich von anderen Pflegeformen.

Wer wird in der ambulanten Intensivpflege versorgt? Dazu zählen unter anderem langzeitbeatmete Menschen, Menschen mit Trachealkanüle, mit neurologischen Erkrankungen wie ALS oder Querschnittlähmung, mit schweren Lungenerkrankungen oder nach langen Aufenthalten auf der Intensivstation. Sie alle eint ein hoher, oft dauerhafter Bedarf an medizinischer Behandlungspflege und Überwachung.

Was ist das Ziel? Anders als auf der Intensivstation geht es in der außerklinischen Intensivpflege nicht nur um medizinische Stabilität, sondern ausdrücklich auch um Lebensqualität und Teilhabe. Die Versorgung soll den Menschen aus der anonymen Klinikumgebung zurück in sein vertrautes Umfeld holen – in die eigene Wohnung, zu den Angehörigen oder in eine Intensivpflege-Wohngemeinschaft – und ihm einen möglichst normalen, selbstbestimmten Alltag ermöglichen. Damit verbindet die ambulante Intensivpflege höchste fachliche Anforderungen mit einem menschlichen, an den Wünschen der Betroffenen ausgerichteten Pflegeverständnis.

Bei der Wahl eines ambulanten Intensivpflegedienstes lohnt sich ein genauer Blick auf Qualifikation, Erfahrung und Qualitätsmanagement des Anbieters. Gute Anhaltspunkte sind speziell weitergebildete Pflegefachkräfte, eine gelebte Hygiene- und Notfallkultur, transparente Standards und eine offene Kommunikation. Ein persönliches Kennenlernen und das Gespräch über die individuellen Wünsche helfen, einen Dienst zu finden, der nicht nur fachlich sicher ist, sondern auch menschlich passt.

Siehe auch: Außerklinische Intensivpflege, Vitalfunktionen / Vitalparameter, Behandlungspflege