Hygiene ist in der außerklinischen Intensivpflege überlebenswichtig, denn schwer kranke und beatmete Menschen haben oft ein geschwächtes Immunsystem und sind dadurch besonders infektionsanfällig. Hinzu kommt, dass künstliche Zugänge wie Trachealkanüle, Sonden und Katheter natürliche Schutzbarrieren des Körpers umgehen und damit Eintrittspforten für Keime schaffen.
Welche Hygienemaßnahme ist die wichtigste? Mit Abstand am wirksamsten ist die hygienische Händedesinfektion. Sie wird vor und nach jedem Kontakt mit dem Menschen sowie vor jeder pflegerischen Tätigkeit durchgeführt, insbesondere vor dem Umgang mit Kanüle, Wunden, Sonden und beim Absaugen. Die Hände sind der häufigste Übertragungsweg für Krankheitserreger – ihre gründliche Desinfektion verhindert deshalb einen großen Teil vermeidbarer Infektionen.
Was gehört noch zu einem guten Hygienekonzept? Dazu zählen sauberes, möglichst keimarmes Arbeiten bei allen Maßnahmen an Kanüle, Tracheostoma, Sonden, Kathetern und Wunden, die korrekte Aufbereitung und Lagerung von Materialien, das Tragen von Schutzhandschuhen und Schürzen in bestimmten Situationen, die regelmäßige Flächendesinfektion sowie ein durchdachter Umgang mit Abfall und Wäsche. Auch die Vermeidung der Übertragung multiresistenter Erreger wie MRSA ist Teil des Konzepts.
Wen schützt die Hygiene? Konsequente Hygiene schützt nicht nur die intensivpflegebedürftigen Menschen selbst, sondern auch die Angehörigen und die Pflegekräfte, und sie verhindert die Weitergabe von Keimen. Sie ist damit ein fester und unverzichtbarer Bestandteil des Qualitätsmanagements eines Intensivpflegedienstes. Auch Angehörige, die in die Versorgung eingebunden sind, werden in den richtigen Umgang mit Händedesinfektion und Hygiene eingewiesen. Gute Hygiene ist dabei kein Zeichen von Übervorsicht, sondern gelebte Verantwortung: Sie senkt das Risiko schwerwiegender Infektionen erheblich und trägt so unmittelbar zur Sicherheit und Stabilität der Versorgung bei.
Auch Angehörige, die in die Versorgung eingebunden sind, werden in den richtigen Umgang mit Händedesinfektion und Hygiene eingewiesen – das ist kein Zeichen von Übervorsicht, sondern gelebte Verantwortung. Schon die konsequente Händedesinfektion vor und nach pflegerischen Tätigkeiten verhindert einen großen Teil vermeidbarer Infektionen. Gute Hygiene schützt den intensivpflegebedürftigen Menschen, die Angehörigen und die Pflegekräfte gleichermaßen und trägt damit unmittelbar zur Stabilität und Sicherheit der Versorgung bei.
Siehe auch: MRSA und multiresistente Erreger, Wundversorgung, Absaugen