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Grundpflege

Die Grundpflege umfasst die alltägliche, körperbezogene Versorgung eines Menschen. Dazu gehören die Hilfe bei der Körperpflege und beim Waschen, beim An- und Auskleiden, beim Essen und Trinken, bei der Bewegung und Lagerung sowie bei der Ausscheidung. Die Grundpflege sichert Hygiene, Wohlbefinden und Würde und bildet die Basis jeder pflegerischen Versorgung.

Wie unterscheidet sich die Grundpflege von der Behandlungspflege? Die Behandlungspflege umfasst die ärztlich angeordneten, medizinischen Maßnahmen – etwa Beatmung, Absaugen, Wundversorgung oder Medikamentengabe. Die Grundpflege betrifft demgegenüber die grundlegenden Verrichtungen des täglichen Lebens. In der Praxis lassen sich beide oft nicht trennen, sondern gehen Hand in Hand.

Wie ist das in der Intensivpflege? Hier ist die Grundpflege eng mit der medizinischen Versorgung verwoben. Beim Waschen wird zum Beispiel zugleich die Haut auf Druckstellen kontrolliert (Dekubitusprophylaxe), beim Umlagern werden Atmung und Durchblutung unterstützt, bei der Mundpflege wird zugleich der Pneumonieprophylaxe gedient. So wird aus jeder grundpflegerischen Handlung zugleich ein Beitrag zur Sicherheit und Gesundheit.

Welche Haltung steht hinter guter Grundpflege? Gute Grundpflege orientiert sich am Prinzip der aktivierenden Pflege: Sie bezieht die Betroffenen so weit wie möglich ein, lässt ihnen Zeit, respektiert ihre Gewohnheiten, ihre Schamgrenzen und ihre Wünsche – etwa zu Tagesablauf, Pflegeprodukten oder der Art, wie etwas getan wird. Gerade die Grundpflege berührt sehr persönliche, intime Bereiche; ein einfühlsamer, respektvoller Umgang ist deshalb besonders wichtig. So wird aus einer scheinbaren Routinetätigkeit ein bedeutsamer Beitrag zu Lebensqualität, Sicherheit und Selbstbestimmung. In der außerklinischen Intensivpflege bietet die Grundpflege zudem viele Gelegenheiten für Nähe, Gespräch und eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Pflegekraft und Mensch – ein Aspekt, der für das Wohlbefinden ebenso zählt wie die fachliche Sicherheit.

Siehe auch: Behandlungspflege, Aktivierende Pflege, Dekubitus und Dekubitusprophylaxe