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COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung)

Die COPD – die chronisch obstruktive Lungenerkrankung – ist eine dauerhafte, fortschreitende Erkrankung der Atemwege und der Lunge. Kennzeichnend sind chronisch entzündete und verengte (obstruierte) Atemwege, häufig verbunden mit einer Überblähung der Lunge, dem Lungenemphysem. Die COPD gehört weltweit zu den häufigsten chronischen Erkrankungen.

Wie macht sich COPD bemerkbar? Typische Beschwerden sind chronischer Husten, vermehrter Auswurf und eine zunehmende Atemnot – anfangs nur bei Belastung, später auch in Ruhe. Viele Betroffene kennen zudem akute Verschlechterungen (Exazerbationen), oft ausgelöst durch Infekte. Die mit Abstand häufigste Ursache der COPD ist langjähriges Rauchen, daneben spielen Schadstoffe und in selteneren Fällen genetische Faktoren eine Rolle.

Wann wird die COPD für die Intensivpflege relevant? In fortgeschrittenen Stadien reicht die eigene Atmung manchmal nicht mehr aus, um den Körper ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen und das Kohlendioxid abzuatmen – es entsteht eine respiratorische Insuffizienz. Dann können eine Langzeit-Sauerstofftherapie und insbesondere eine nicht-invasive Beatmung (NIV) helfen, häufig als nächtliche Heimbeatmung. Diese Maßnahmen können Beschwerden lindern, die erschöpfte Atemmuskulatur entlasten und Krankenhausaufenthalte reduzieren. Bei sehr schweren Verläufen kann ein höherer pflegerischer Bedarf bis hin zur Beatmungspflege entstehen.

Worauf kommt es in der Versorgung an? Wichtige Bausteine sind ein gutes Sekretmanagement, regelmäßige Atemtherapie zur besseren Belüftung der Lunge und zum Abhusten, die konsequente Vermeidung von Infekten sowie eine sorgfältige, ärztlich gesteuerte Sauerstoffgabe – denn bei bestimmten COPD-Patienten kann zu viel Sauerstoff schaden. Auch Mobilisation und eine angepasste Ernährung tragen zur Stabilität bei. Die außerklinische Intensivpflege ermöglicht es Menschen mit weit fortgeschrittener COPD, möglichst sicher und mit guter Lebensqualität in ihrem vertrauten Umfeld zu leben, statt dauerhaft auf eine Klinik angewiesen zu sein.

Siehe auch: NIV (nicht-invasive Beatmung), Respiratorische Insuffizienz, Heimbeatmung, Sauerstofftherapie