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Atelektase

Eine Atelektase ist ein Lungenabschnitt, der nicht mehr richtig mit Luft gefüllt ist und in sich zusammenfällt. Die betroffenen Lungenbläschen (Alveolen) sind kollabiert, sodass dort kein Gasaustausch mehr stattfindet – der Körper nimmt in diesem Bereich keinen Sauerstoff auf. Atelektasen können kleine Bezirke oder größere Lungenabschnitte betreffen.

Wie entstehen Atelektasen? Begünstigt werden sie durch flache Atmung, langes Liegen in einer Position, einen schwachen Hustenstoß, zähes Sekret, das die Atemwege verstopft, sowie durch eine Beatmung. Besonders gefährdet sind deshalb bettlägerige und beatmete Menschen sowie Personen mit Erkrankungen, die das Abhusten erschweren. Auch Schmerzen, die das tiefe Durchatmen behindern, können eine Rolle spielen.

Warum sind Atelektasen problematisch? Sie verschlechtern die Sauerstoffaufnahme und können sich zu einer Lungenentzündung weiterentwickeln, weil sich in den schlecht belüfteten Bereichen leicht Sekret und Keime ansammeln. Atelektasenprophylaxe und Pneumonieprophylaxe gehören deshalb eng zusammen.

Wie lassen sich Atelektasen vermeiden und behandeln? Wirksam ist ein Bündel an Maßnahmen: regelmäßige Atemtherapie und Atemübungen, die die Lunge vollständig belüften, häufige Mobilisation und Lagerungswechsel, ein gutes Sekretmanagement mit rechtzeitigem Absaugen sowie geeignete Beatmungseinstellungen. Eine besondere Rolle spielt dabei der PEEP – ein leichter Restdruck am Ende der Ausatmung –, der die Lungenbläschen offen hält und so dem Kollaps vorbeugt. Auch atemstimulierende Lagerungen und der Einsatz von Atemtrainern können helfen, kollabierte Bereiche wieder zu eröffnen. Werden Atelektasen früh erkannt und konsequent behandelt, lassen sich schwerwiegende Komplikationen häufig verhindern. Die Pflege achtet deshalb auf Warnzeichen wie eine sinkende Sauerstoffsättigung, veränderte Atemgeräusche oder eine erschwerte Atmung und leitet rechtzeitig geeignete Maßnahmen ein.

Da Atelektasen häufig schleichend entstehen, sind die täglichen vorbeugenden Maßnahmen so wichtig: konsequente Atemtherapie, regelmäßige Lagerungswechsel, Mobilisation und ein gutes Sekretmanagement. Die Pflege achtet auf Warnzeichen wie eine sinkende Sauerstoffsättigung, abgeschwächte Atemgeräusche oder eine erschwerte Atmung. Werden solche Hinweise früh bemerkt und gemeldet, lassen sich kollabierte Lungenbereiche oft wieder eröffnen, bevor eine Lungenentzündung entsteht – Vorbeugung und frühe Reaktion gehen hier Hand in Hand.

Siehe auch: Pneumonieprophylaxe, Atemtherapie, PEEP, Sekretmanagement